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Wahre Geschichten

Hier befindet sich eine Sammlung von Geschichten, welche alle auf wahren Begebenheiten basieren. Einzelschicksale von Tieren, welche alle durch diesen Verein und den Einsatz einzelner Mitglieder, hervorzuheben sei Alexandra Kübler, an Lebenswürde gewonnen haben bzw. deren Leben gerettet worden ist.

SNOOPIES GESCHICHTE

Elend am Straßenrand (Spendenaufruf)

 

SNOOPIES GESCHICHTE
Im Januar 2005 fand ich mich wieder einmal in der Perrera "Son Reus“, der größten Tötungsstation auf Mallorca, wieder. Ich wollte dort einer kleinen Katze das Leben retten, fragte jedoch trotzdem nach den heutigen Todeskandidaten bei den Hunden. Sie gaben mir zwei Nummern, 9 und 21. Die Hunde werden dort als anonyme Zahlen betrachten, deren Lebenszeit mit einem bestimmten Datum abgelaufen ist, egal ob jung, alt, gesund oder verletzt. Mache sterben schon vor der Todesspritze; besonders die alten, schwachen Tiere oder die ganz jungen Welpen

Es war kurz nach eins als ich die Perrera betrat, um halb zwei wäre es zu spät gewesen um die beiden Geschöpfe zu retten, die mir da mit verängstigten, verstörten Augen entgegenblickten. Nummer 9 war ein kleines schwarzes Hundemädchen, Nummer 21 ein schwarzer Cockerspaniel, krank, alt und von seiner deutschen Familie entsorgt, die vermutlich wieder zurück nach Deutschland gereist war und ihren Hund einfach zurückgelassen hatte, wie mir der spanische "Pfleger“ später mitteilte.

Als die Hunde aus ihren Zwingern geholt wurden erwarteten sie nichts Gutes, der Umgang mit ihnen ist dort rauh, dort gibt es keine streichelnden Hände oder gar ein liebevolles Wort. Ich sah die panische Angst in ihren Augen wieder getreten zu werden. Der kleine Cocker lag zusammengekauert in der hintersten Ecke seines Zwingers. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, lief ich so schnell es nur ging mit den Beiden zum Auto und erst da nahm ich mir die Zeit die Zwei mal genauer anzuschauen. Die Nummern wurden sofort in Namen getauscht. Die Hündin, das kleine schwarze Podencomixmädchen hieß fortan "Tinka“ und der Hundeopi "Snoopy“.

Snoopy

Snoopy

Ich schaue bei den Hunden nicht vorranging um die Vermittlungstauglichkeit um mir dann zu überlegen ob ich sie rette oder nicht. Der, welcher nicht vermittelt wird darf ein würdiges Leben bei mir auf der Finca oder einer liebevollen Pflegestelle führen.

Tinka war verhältnismäßig fit, sie hatte keine großen äußerlichen Verletzungen. Jedoch war sie den Menschen nicht sonderlich zugetan, sobald ich sie anfassen wollte schnappte sie mich weg. Ist nach der wochenlangen schlechten Behandlung jedoch auch nicht verwunderlich, möchte außerdem gar nicht wissen, was sie vor Son Reus für ein Leben führen musste. Obwohl ich sie erst auf ca. 1,5 Jahre schätzte haben es solche Hunde bei der Suche nach einer Familie schwer. Bei Snoopy sah die Sache ganz anders aus. Dieser Hund war einfach total am Ende. Seine Augen warfen mir Schmerz, Angst und Verzweiflung zu. Ein Hund der sein Leben beinahe aufgegeben hatte. Ein Auge war total geschwollen, vereitert und entzündet. Sehkraft hatte er auf diesem Auge keine mehr. Zu allem Überfluss, wuchsen auch noch seine Haare in das entzündete Auge. Ich schätzte diesen Hund auf ca. 11 Jahre. Ich bezweifelte stark ob der kleine Snoopy überhaupt die nächste Nacht überleben würde. Sein kleiner Körper war extrem verdreckt und mit Ungeziefer übersäht. Der kleine Kerl musste tagelang in seinen eigenen Extremitäten gelegen haben und hatte offenbar nicht die Kraft aufzustehen. Bei mir Zuhause angekommen wusch ich ihn erstmal notdürftig, versorgte und desinfizierte sein Auge und wickelte ihn in warme Decken.

Ich kam nicht umhin mich zu fragen, was das wohl für eine Familie sein musste die so etwas seinem Hund antut, der sie immerhin 11 Jahre seines Lebens begleitet hatte. Das ist einfach nur unmenschlich! Was in so einem Hund vorgehen muss! Jahrelang in einer Familie gewesen zu sein, um dann alt und krank in einer Tötungsstation abgegeben zu werden, weil er lästig geworden ist und womöglich etwas mehr Geld kostete. Gerade im Alter braucht der Hund doch seine Familie, sowie Liebe, Wärme und Geborgenheit.

Snoopy wurde all dies genommen. Er wurde jedoch in einen Zwinger mit Betonboden gesteckt, keine Decke nur die Panik nicht zu wissen was jetzt mit ihm geschieht. Das Bellen und Heulen der anderen Hunde um ihn herum, dann noch die Schmerzen im Auge und die allgemeinen (altersbedingten) körperlichen Leiden.
Wahrscheinlich freute er sich anfangs noch als sich ein Mensch seinem Zwinger näherte und hoffte seine Familie käme wieder. Er begriff jedoch sicher schnell, dass er von den Menschen dort nichts Gutes zu erwarten hatte.

Sein Zustand verbesserte sich langsam, nur sein Auge wollte einfach nicht heilen. Mir war klar, dass sich für ihn in Spanien keine Familie finden würde. So fragte ich bei befreundeten Tierschützern in Deutschland. Sie erklärten sich bereit Snoopy und auch
Tinka (!) bei sich aufzunehem und weiter zu pflegen. Als Snoopy soweit stabil war trat er die Reise zusammen mit Tinka nach Deutschland an.Mir fiel der Abschied schwer. Ist man mit einem Tier so intensiv zusammen und kann mit ansehen wie sich in ihm langsam wieder ein Hoffnungsfunke auftut, das Lebewesen wieder an Lebensmut gewinnt und einem schüchtern einen kurzen Blick zuwirft ... das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, es wird einem wieder klar warum man die ganzen Strapazen auf sich nimmt.

Um so schwerer traf mich die Nachricht, dass er nach etwa einem halben Jahr in seiner neuen Familie verstorben sei. Das Foto das mich vor einigen Wochen aus dieser Familie erreichte, zeigt jedoch einen glücklichen, dankbaren Hund im Kreise seiner Lieben. Das war es wert; KEIN Lebewesen hat es verdient allein, in Kälte und Schmutz, hungrig und krank auf einem Betonboden zu sterben!!! Ich werde den kleinen Snoopy niemals vergessen, und mir weiterhin meiner verantwortungsvollen Aufgabe bewusst sein, denn so wie Snoopy gibt es leider viel zu viele Hunde auf Mallorca!

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Elend am Straßenrand …
Wir fuhren an einem sehr heißen Tag im September auf Mallorca mit dem Auto Richtung Palma. Am Straßenrand lag ein völlig erschöpftes Hundebaby. Der kleine Körper war richtig aufgeheizt. Wie viele Stunden hat dieses Tier wohl schon in der prallen Sonne gelegen?

Es handelte sich um einen kleinen Mischlingsbuben mit schwarzen Knopfaugen und wegstehenden, wuscheligen Ohren. Wir nannten ihn spontan „Äffchen“.

Der Tierarzt machte uns eine erschütternde Diagnose. Der kleine Kerl hat eine erhebliche Verletzung an der Hinterhand und wird seine Beine nur mit einer Operation und rundum Betreuung wieder normal bewegen können. Glücklicherweise war er weitgehend schmerzfrei. Was man diesem Tier angetan hatte wussten wir nicht, wir konnten nur ahnen, dass die wenigen Wochen seines Lebens die Hölle für ihn gewesen sein mussten. Es war klar, dass wir alles für Äffchen tun würden. Wir starteten eine Sammelaktion, um die hohen Behandlungs- und Operationskosten irgendwie aufbringen zu können.

Unser Sorgenkind musste rundum betreut werden. Füttern, sauber machen sowie Massagen und Übungen mit den Beinen standen auf dem Programm. Als seine anfängliche Skepsis Menschen gegenüber verflogen war, machte Äffchen es uns sehr leicht ihm zu helfen. Er hatte einen großen Überlebenswillen und war nach kurzer Zeit überall der Sonnenschein.

Äffchen hat gekämpft und verloren. Leider hat sein kleines Herz nicht mitgemacht, es war wohl zu geschwächt durch die Strapazen. Er ist friedlich auf meinem Arm eingeschlafen. Wir werden unseren kleinen Kämpfer nie vergessen, es ist ein kleiner Trost für uns, dass er nicht jämmerlich am Straßenrand gestorben ist, sondern noch Liebe und Zuneigung aus menschlicher Hand erfahren durfte, wenn auch leider nur für kurze Zeit.

An dieser Stelle möchte ich allen danken, die ihr Möglichstes für diesen kleinen Hund getan haben, auch denen, die spontan im Falle einer Operation ihre Hilfe zugesagt haben.

Um anderen Tieren dieses Schicksal ersparen zu können, ist es unser Ziel, möglichst viele Tiere kastrieren zu lassen und die Bevölkerung aufzuklären. Denn nur wenn es keine ungewollten Tiere mehr gibt, wird auch das Elend geringer. Bitte unterstützen Sie uns dabei, damit vielleicht irgendwann keine kleinen „Äffchen“ mehr am Straßenrand jämmerlich sterben müssen.

Liebe Grüsse

Ihre Alexandra Kübler

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